Deckungsbeitragsrechnung

Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine wichtige Methode im Controlling und in der Kosten- und Leistungsrechnung. Sie ermöglicht eine differenzierte Analyse der Rentabilität von Produkten, Dienstleistungen oder Geschäftsbereichen. Der Deckungsbeitrag ist definiert als die Differenz zwischen den erzielten Umsatzerlösen und den variablen Kosten, die direkt den Produkten oder Leistungen zuzuordnen sind.

Der Deckungsbeitrag zeigt, inwieweit die variablen Kosten gedeckt sind und welcher Anteil der Umsatzerlöse für die Deckung der fixen Kosten und zur Erzielung von Gewinnen zur Verfügung steht. Die Deckungsbeitragsrechnung hilft Unternehmen, Entscheidungen über Preise, Produktmix, Produktionsmengen und Ressourcenallokation zu treffen, um die Rentabilität zu maximieren.

Ein Beispiel

Angenommen, ein Unternehmen stellt zwei Produkte her: Produkt A und Produkt B. Die Kosten- und Umsatzstruktur sieht wie folgt aus:

Produkt A:

  • Verkaufspreis: 100 Euro
  • Variable Kosten: 60 Euro
  • Fixkosten (anteilig): 30 Euro

Produkt B:

  • Verkaufspreis: 150 Euro
  • Variable Kosten: 90 Euro
  • Fixkosten (anteilig): 40 Euro

Um den Deckungsbeitrag der beiden Produkte zu berechnen, ziehen wir die variablen Kosten vom Verkaufspreis ab:

Deckungsbeitrag Produkt A = 100 Euro – 60 Euro = 40 Euro Deckungsbeitrag Produkt B = 150 Euro – 90 Euro = 60 Euro

Die Deckungsbeiträge zeigen, dass Produkt B einen höheren Deckungsbeitrag pro verkaufter Einheit hat und somit mehr zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung beiträgt als Produkt A. Das Unternehmen kann nun strategische Entscheidungen treffen, um den Produktmix und die Ressourcenverteilung entsprechend zu optimieren.