BI-Anforderungsanalyse: Die richtigen Fragen vor dem ersten Dashboard

Strategie

BI-Anforderungsanalyse: Die richtigen Fragen vor dem ersten Dashboard

Warum die Anforderungsanalyse über Erfolg oder Scheitern Ihres BI-Projekts entscheidet – und wie Sie sie strukturiert durchführen.

Der #1 Grund für BI-Scheitern: Nicht die Technologie ist das Problem, sondern unklare Anforderungen. „Wir wollen ein Dashboard“ ist keine Anforderung. „Wir müssen bis Freitag wissen, ob wir das Quartalsziel erreichen und welche 3 Maßnahmen den größten Hebel haben“ – das ist eine.

Der Anforderungs-Workshop in 5 Phasen

01

Geschäftsziele verstehen

Welche strategischen Ziele unterstützt die BI-Lösung? Welche Entscheidungen sollen besser werden? Welche Schmerzpunkte bestehen heute? Wer sind die Stakeholder und Entscheider?

02

Key Questions definieren

Welche konkreten Fragen soll das Dashboard beantworten? Methode: „Wenn Sie morgens ins Büro kommen, welche 5 Fragen müssen Sie sofort beantworten können?“ Diese Fragen treiben das gesamte Design.

03

KPIs & Metriken festlegen

Welche Kennzahlen beantworten die Key Questions? Wie werden sie berechnet? Definition, Formel, Granularität, Zielwert. Tipp: Max. 7-10 KPIs pro Dashboard.

04

Datenquellen identifizieren

Wo liegen die Daten für die definierten KPIs? Welche Systeme, Datenbanken, Excel-Dateien? Wie aktuell müssen die Daten sein? Gibt es Qualitätsprobleme?

05

Priorisieren & Phasen planen

Nicht alles auf einmal. MVP (Phase 1) mit den 3-5 wichtigsten KPIs. Quick Wins zuerst. Komplexere Anforderungen in Phase 2-3. Mehr zur Projektplanung →

Die 5 typischen Fehler

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Zu viel auf einmal

„Alle Daten in einem Dashboard“ = Chaos. Besser: Ein Dashboard, eine Zielgruppe, 5-7 KPIs. Starten Sie klein.

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Keine klaren KPI-Definitionen

„Umsatz“ klingt einfach, aber: Brutto oder Netto? Mit oder ohne Retouren? Welche Währung? Ohne exakte Definition wird es falsch.

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Tool vor Anforderung

Erst das Tool kaufen, dann überlegen, was man braucht? Falsche Reihenfolge. Zuerst Anforderungen, dann Tool-Auswahl.

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Fachabteilung nicht einbeziehen

IT baut das Dashboard allein? Ergebnis: Technisch korrekt, aber am Business vorbei. Die Nutzer MÜSSEN von Anfang an beteiligt sein.

Template: Anforderungsdokumentation

  • Geschäftsziel: Was soll verbessert werden? (z.B. Liefertreue von 85% auf 95%)
  • Zielgruppe: Wer nutzt das Dashboard? (z.B. Vertriebsleiter, Geschäftsführung)
  • Key Questions: 5-10 konkrete Geschäftsfragen
  • KPIs: Name, Definition, Formel, Quelle, Zielwert
  • Datenquellen: System, Tabelle, Aktualisierungsfrequenz, Qualität
  • Filter & Drill-Down: Zeitraum, Region, Produkt, Kunde
  • Berechtigungen: Wer darf was sehen?

? Dieser Artikel ist Teil unseres Strategie-Guides: BI-Strategie & Implementierung →

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