Recruting-Kennzahl

Time-to-Hire

Time-to-Hire Definition

Die Zeit bis zur Einstellung (englisch: Time-to-Hire) bezieht sich auf die Anzahl der Tage (oder den entsprechenden Zeitrahmen), die von dem Moment, in dem ein potenzieller Mitarbeiter angesprochen und ihm eine Stelle angeboten wird, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er die Stelle annimmt, vergehen.

Diese HR-Analytics-Kennzahl ist ein Maß dafür, wie effizient der Rekrutierungs- und Einstellungsprozess eines Unternehmens funktioniert.

Wie messen Sie den KPI?

Die Zeit bis zur Einstellung kann leicht gemessen werden, da die Kennzahl hauptsächlich arithmetisch ist. Um den KPI zu ermitteln, subtrahieren Sie einfach den Tag, an dem ein Kandidat in die Einstellungspipeline kam, von dem Tag, an dem der Kandidat das Angebot angenommen hat. In dieser Formel ist Tag 0 der Zeitpunkt, an dem die Position offiziell für potenzielle Kandidaten sichtbar gemacht wurde.

Time to hire: Tag: Eingang der Bewerbung – Tag: Angebot an den Kandidaten versand

Warum ist die Zeit bis zur Einstellung wichtig?

Der Time-to-Hire KPI ist eine entscheidende Komponente des Einstellungsprozesses. Diese zeigt genau auf, wie effektiv Ihr HR-Team neue Positionen nach Bedarf besetzt. Die Kennzahl zeigt auch an, wie erfolgreich Ihr Team zwei wichtige Aspekte der Personalbeschaffung handhabt:

  1. die Identifizierung der richtigen Talente
  2. die Sicherstellung, dass sie für die benötigten Positionen eingestellt werden.

Die Zeit bis zur Einstellung kann Unternehmen helfen, ihre Pipelines besser zu verstehen, Engpässe zu ermitteln und Bereiche zu identifizieren, in denen sie Reibungsverluste beseitigen können. Langfristig hilft eine bessere Verfolgung der „Time to Hire“-Kennzahlen dabei, die richtigen Kandidaten einzustellen und den gesamten Eindtellungsprozess zu verbessern.

Ein Beispiel

Nehmen wir an, Ihr HR-Team ist hocheffektiv bei der Identifizierung von Top-Talenten. Irgendwie scheint es, dass Sie, wenn Sie neue Mitarbeiter einstellen, schon bei der dritten oder vierten Option angelangt sind, wodurch die Qualität Ihres Teams sinkt. Dies könnte auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein, aber ein langwieriger Bewerbungs- und Onboarding-Prozess könnte der Übeltäter sein.

Wenn potenzielle Kandidaten gezwungen sind, durch mehrere Reifen und unnötige Verfahrensschritte zu springen, nur um eine Position zu besetzen, von der Sie wissen, dass sie dafür qualifiziert sind, suchen sie vielleicht einfach nach Positionen mit einfacheren Einstellungsprozessen.

Wenn Sie verstehen, wie Sie den Prozess rationalisieren und Schmerzpunkte beseitigen können, können Sie Top-Talente anziehen und an sich binden.

Welche Benchmarks/Indikatoren sollte ich verwenden?

Einige nützliche Benchmarks sind:

  • Zeit bis zur Besetzung (time to fill)
  • Anzahl der qualifizierten Kandidaten
  • Vorstellungsgespräche pro Einstellung (Interviews per hire)
  • Qualität der Einstellung (Interviews per hire)

Welche Quellen würden Sie verwenden, um Time-to-Hire zu messen?

Um die Zeit bis zur Einstellung zu messen, müssen Sie sowohl den gesamten Rekrutierungsprozess als auch eher interne Faktoren betrachten. Sie können Datenquellen wie

  • Vorstellungsgespräche pro Einstellung,
  • Anzahl der Kandidaten für eine Position
  • interne Metriken, wie
    • Größe des HR-Teams

Einstellungskosten neuer Mitarbeiter (Cost Per Hire)

Definition Einstellungskosten

Die durchschnittlichen Kosten pro Einstellung (englisch: cost per hire, kurz: CPH) messen, wie viel Geld für die Einstellung eines einzelnen Mitarbeiters in einem Unternehmen ausgegeben wird. Dies wird normalerweise über längere Zeiträume und nicht täglich gemessen, da die Personalbeschaffung in der Regel kein kontinuierlicher Prozess ist.

Warum ist sind die Kosten je Einstellung wichtig?

Dieser KPI ist eine wichtige interne Kennzahl, die Ihnen hilft, Ihre Einstellungsprozesse besser zu verstehen, die Kosten zu senken, die Effizienz der Personalbeschaffung zu verbessern und eine sinnvolle Budgetvorgabe zu machen.

Beispiel

7 neue Stellen zu besetzen mit durchschnittlichen Einstellungskosten von 6.700€ =  46.900€ Einstellungsbudget

In vielen Fällen deuten hohe Kosten pro Einstellung darauf hin, dass Ihre Personal- und Akquisitionsteams aus verschiedenen Gründen nicht mit maximaler Leistung arbeiten. Die Kosten pro Einstellung können Ihnen helfen, Bereiche zu finden, in denen Abläufe geglättet, ins Haus geholt oder ganz eliminiert werden können.

Es ist jedoch wichtig, sich vor Augen zu halten, dass in bestimmten Fällen eine höhere Cost-per-Hire-Zahl nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, sondern zu den Kosten des Geschäftsbetriebs gehört. Nichtsdestotrotz kann die Analyse der Kosten pro Einstellung Ihnen dabei helfen, Wege zur Rationalisierung Ihrer Personalbeschaffungsprozesse zu finden.

Wie werden die Einstellungskosten gemessen?

Eine Analyse der Kosten pro Einstellung beginnt mit der tabellarischen Erfassung der Gesamtkosten, die Ihnen während des Einstellungsprozesses entstehen. Dabei werden die internen Kosten (Gehälter, Entwicklungs- und Schulungskosten usw.) sowie alle externen Kosten erfasst.

Die Formel für die Kosten pro Einstellung nimmt die Summe dieser Ausgaben und teilt sie durch die Gesamtzahl der Neueinstellungen.

Cost per hire = (Interne Recruiting-Kosten + externe Recruitingkosten) / Anzahl der Einstellungen

externe Kosten

  • Personaldienstleister, Agenturen
  • Auswahlverfahren
    • Anbieter von Eignungstests
    • Kosten Assessment Center
    • Stellenanzeigen
  • Recrutingsoftware
  • Reisekosten für Interviewtermine
Daten zur Preisgestaltung
  • HR-Gehälter
  • Wert pro Einstellung
  • Externe Einstellungskosten

interne Kosten

  • Mitarbeiterempfehlungsprogramme
  • Employer Branding / Personalmarketing
  • Personalkosten Rekruting-Team
  • Fortbildungskosten des Recruiting-Teams
  • umgelegte Gemeinkosten (assoziierte Kosten)
Einstellungskosten der Einarbeitungszeit
  • Onboarding
  • Weiterbildungen/Schulungen
  • Teambuilding-Aktivitäten
  • Einbußen fehlender Produktivität

Optimierungsmöglichkeiten der Kennzahl

  • Reisekosten senken durch Video-Recruiting
  • Leistungsvorgaben Headhunter
  • spezialisierte Jobbörsen
  • Vergleich Offline / Onlinekanäle
    • Vergleich Social-Media-Kanäle
  • Softwaregestütztes Candidate Relationship Management /Recrutingsoftware
  • Standardisierter Onboardingprozess
  • Onlineweiterbildung
  • Quality-of-Hire betrachten
  • ineffiziente Maßnahmen identifizieren
  • Optimierung interner Prozesse
  • neue Recrutingmethoden evaluieren (z.b. Wettbewerb)
  • Kontextbetrachtung der Kennzahl
  • Employer Branding
  • Aufbau interner Talentpool

Die Cost-per-Hire im Durchschnitt

Wie teuer sind Einstellungen bei anderen? Die Auswertung der allgemeinen Cost-per-Hire über alle Bereiche des Unternehmens sowie Levels hinweg ist nur zu Teilen sinnvoll. Je nach Unternehmensgröße / -aufbau kann mit folgenden Ansätzen gearbeitet werden:

  • nach Gesellschaft (in einem sehr großen Unternehmen), Geschäftsbereich, Abteilung oder Team
  • nach Hierarchielevel (Top-Positionen, mit Personalverantwortung, Facharbeiter, Praktikanten)
  • nach Arbeitszeit (Vollzeit, Teilzeit, Saisonkräfte, Aushilfen)
  • nach Recruiting-Kanal (verschiedene Jobbörsen, Personalvermittlungen, Agenturen)
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