EBIT/EBITDA

Jahresüberschuss bereinigt um einen außerordentlichen Ertrag oder Aufwand und vor dem Zinsaufwand/-ergebnis, vor Steueraufwand zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und Amortisation auf immaterielle Anlagen Die Kennzahlen EBIT/EBITDA (Earnings before Interests, Taxes/Depreciation and Amortization) sagen aus, wie profitabel ein Unternehmen im Vergleich zu anderen Unter nehmen arbeitet. Da insbesondere die Positionen der Abschreibungen stark differieren können, ist anzuraten mit dieser Kennzahl nur Vergleiche innerhalb derselben Branche vorzunehmen. Der Wert der Kennzahl verschlechtert sich, wenn

  • Abschreibungen ausgelaufen sind
  • der operative Gewinn geringer als früher ausgefallen ist
  • der Steueraufwand sich reduziert hat
Der Wert der Kennzahl verbessert sich, wenn
  • die Firma einen Mitbewerber übernommen hat
  • sich der operative Gewinn verbessert hat
  • in den Anlagebereich investiert wurde
  Dividiert man beispielsweise EBITDA durch den Geschäftsumsatz, lässt sich eine Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen auch prozentual herleiten.nn

Berechnung

Formel: EBIT = Jahresüberschuss + Steuern + Zinsen. EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Einheit: Euro

Interpretation & Bewertung

EBIT und EBITDA machen die operative Ertragskraft vergleichbar — unabhängig von Finanzierungsstruktur, Steuerjurisdiktion und Investitionszyklen. EBITDA eignet sich besonders für den Vergleich kapitalintensiver Unternehmen. Die EBITDA-Marge (EBITDA ÷ Umsatz) ist eine der meistverwendeten Kennzahlen in der Unternehmensbewertung und bei M&A-Transaktionen.

Praxisbeispiel

Ein BI-Beratungsunternehmen mit 3 Mio. € Umsatz weist ein EBIT von 450.000 € (15 % Marge) und ein EBITDA von 520.000 € (17,3 % Marge) aus. Die Differenz von 70.000 € entspricht den Abschreibungen auf Software und Büroausstattung.

Benchmarks

IT-Beratung EBITDA-Marge: 15–25 %. SaaS: 20–40 %. Fertigung: 10–20 %.

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