Gewinnschwelle (Break-even-Point)

Erlöse – fixe Kosten – variable Kosten = 0
Die Kennzahl gibt die Gewinnschwelle an, bei der die Erlöse die fixen und variablen Kosten decken. So sollte z. B. bei Einführung neuer Produkte mit Entwicklungskosten/ Anlaufkosten ein Break-even-Point in der Planung festgelegt werden, also der Zeitpunkt, zu dem die Schwelle zum Gewinn überschritten wird. Die Kennzahl soll also zu diesem Zeitpunkt positiv werden. Gleichfalls kann für das laufende Produktprogramm mit dieser Kennzahl jeweils die Entwicklung der Wirtschaftlichkeit überwacht werden. Deshalb sollte die Entwicklung der Gewinnschwelle der einzelnen Produkte/Produktlinien mit der des gesamten Sortiments verglichen werden, um frühzeitig Fehlentwicklungen erkennen zu können.nn

Berechnung

Formel: Fixkosten ÷ (Deckungsbeitrag pro Stück ÷ Preis pro Stück)

Einheit: Euro (Umsatz) oder Stück (Menge)

Interpretation & Bewertung

Die Gewinnschwelle markiert den Punkt, ab dem ein Unternehmen Gewinn erwirtschaftet. Für Startups und neue Geschäftsbereiche ist der Break-even-Point ein kritischer Meilenstein. Je niedriger die Fixkosten und je höher die Deckungsbeitragsrate, desto schneller wird die Gewinnschwelle erreicht. Im SaaS-Geschäft ist der Break-even besonders relevant für die Unit Economics.

Praxisbeispiel

Ein BI-Tool-Anbieter hat 200.000 € Fixkosten pro Jahr und verkauft Lizenzen für 500 €/Monat mit 80 % DB-Rate. Break-even: 200.000 ÷ (500 × 12 × 0,8) = 42 Kunden.

Benchmarks

SaaS-Unternehmen sollten den Break-even nach 18–36 Monaten erreichen. Beratungsfirmen oft innerhalb von 6–12 Monaten.

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