Altersstruktur qualifizierter Mitarbeiter

Alter der qualifizierten Mitarbeiter: Anzahl der qualifizierten Mitarbeiter Diese Kennzahl zeigt das Durchschnittsalter der qualifizierten Mitarbeiter. Als Qualifikation in diesem Sinne können verschiedene Kriterien aufgefasst werden, z. B.:

  • Dauer der Betriebszugehörigkeit
  • Formelle Ausbildung
  • Betrieblicher Status (Titel)
  • Hierarchiestufenzugehörigkeit
  • Karriereentwicklungspotenzial
Diese Kennzahl gibt der Unternehmensführung erste Anhaltspunkte für eine mögliche Überalterung der qualifizierten Mitarbeiter. Sie gibt aber auch Anhaltspunkte für den Abstand des Durchschnittsalters der qualifizierten Mitarbeiter zu dem der übrigen Belegschaft. Die Kennzahl als solche trifft allerdings keine Aussage darüber, wie viele qualifizierte Mitarbeiter genau welches Alter haben. Sie gibt ebenfalls nicht an, welche Kosten durch das Tolerieren oder die Beseitigung der Überalterung entstehen (können). Was Sie tun sollten, nachdem Sie die Fakten kennen: Sie sollten die genauen Gründe für die Altersstruktur in Ihrem Unternehmern herausfinden. Sie sollten den Altersabstand zur gesamten Belegschaft und Auswirkungen auf Betriebsklima prüfen. Ihre möglichen Maßnahmen könnten sein: Verbessern Sie das Qualifikationsniveau durch interne Personalentwicklung verbessert. Sparen Sie dabei die „älteren Mitarbeiter“ nicht aus, sondern im Gegenteil, fördern Sie sich (auch). Treffen Sie Maßnahmen zur Personalaufstockung im Bereich der qualifizierten Mitarbeiter. Vergessen Sie hierbei aber nicht, die bereits vorhandenen Mitarbeiter mit „ins Boot zu holen“ und ihnen die Angst vor Veränderungen zu nehmen.nn

Berechnung

Formel: Anzahl qualifizierter Mitarbeiter pro Altersgruppe ÷ Gesamtzahl qualifizierter Mitarbeiter × 100

Einheit: Prozent pro Altersgruppe

Interpretation & Bewertung

Diese Kennzahl fokussiert die Altersverteilung speziell bei Fach- und Führungskräften. Qualifizierte Mitarbeiter sind schwerer zu ersetzen — eine Überalterung in dieser Gruppe ist besonders kritisch. Die Kennzahl identifiziert drohende Wissensverluste und hilft bei der Priorisierung von Nachfolge- und Entwicklungsprogrammen.

Praxisbeispiel

In der IT-Abteilung eines Unternehmens sind 8 von 20 Senior-Entwicklern über 55 Jahre alt (40 %). Ohne Gegenmaßnahmen droht in 5–10 Jahren der Verlust von 40 % des kritischen Fachwissens.

Benchmarks

Kritische Schwelle: über 25 % der Schlüsselkräfte in der Altersgruppe 55+. Idealzustand: gleichmäßige Verteilung mit max. 15 % in der höchsten Altersgruppe.

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