Beschäftigtengruppen

Der Anteil einer Beschäftigtengruppe ist die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gruppe geteilt durch die Gesamtzahl der Beschäftigten. Zum Beispiel: Anteil der Zeitarbeiter, Anteil der Teilzeitbeschäftigten, Frauenquote, Frauenquote in Führungspositionen, Anteil der Auszubildenden, Anteil der Beschäftigten mit Behinderung oder Schwerbehinderung. Die Kennzahl zu einzelnen Gruppen kann genutzt werden für die Kapazitätsplanung, für die Personalentwicklung oder für unternehmenspolitische Entscheidungen. Einige Kennzahlen zu Beschäftigtengruppen müssen auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben erhoben werden. Das gilt beispielsweise für den Anteil der Beschäftigten mit Behinderung oder Schwerbehinderung, der mit der sogenannten Pflichtarbeitsplatzzahl nach SGB IX, §§ 154ff verglichen wird.nn

Berechnung

Formel: Anzahl Mitarbeiter pro Beschäftigtengruppe ÷ Gesamtmitarbeiterzahl × 100

Einheit: Prozent

Interpretation & Bewertung

Die Verteilung nach Beschäftigtengruppen (Vollzeit, Teilzeit, befristet, Leiharbeit, Praktikanten) zeigt die Flexibilität und Stabilität der Personalstruktur. Ein hoher Anteil flexibler Beschäftigung ermöglicht Kostenanpassung, kann aber zu Wissensverlust und Qualitätsproblemen führen. Ein zu hoher Anteil befristeter Verträge deutet auf strukturelle Unsicherheiten hin.

Praxisbeispiel

Ein IT-Unternehmen: 70 % Vollzeit, 15 % Teilzeit, 10 % Freelancer, 5 % Werkstudenten. Der Freelancer-Anteil ist für Projektschwankungen optimal, sollte aber für Kernkompetenzen reduziert werden.

Benchmarks

Dienstleister: 65–80 % Vollzeit. Unter 60 % Vollzeit signalisiert hohe Abhängigkeit von flexiblen Kräften. Über 90 % Vollzeit kann auf mangelnde Flexibilität hindeuten.

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