Weiterbildungszeit

Eine Kennzahl für die Weiterbildung ist die Weiterbildungszeit je Mitarbeiter und Jahr. Dazu werden die Stunden aller Weiterbildungen eines Jahres addiert und durch die Anzahl der Beschäftigten geteilt (Vollzeitäquivalente). Das Personalmanagement legt fest, welche Aktivitäten zur Weiterbildung gezählt werden. Zum Beispiel externe und interne Seminare, Webinare, innerbetriebliche Hospitationen und Sabbaticals. Da die Abgrenzung schwierig ist, lässt sich diese Kennzahl nur bedingt interpretieren. Der Zeitvergleich zeigt, ob mehr oder weniger für die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getan wird. Ein Vergleich mit anderen Unternehmen ist nur möglich, wenn Weiterbildung in gleicher Weise definiert wird.nn

Berechnung

Formel: Gesamte Weiterbildungsstunden ÷ Anzahl Mitarbeiter

Einheit: Stunden pro Mitarbeiter und Jahr

Interpretation & Bewertung

Die Weiterbildungszeit pro Mitarbeiter zeigt das Investitionsniveau in Kompetenzentwicklung. In schnelllebigen Branchen wie IT und BI ist kontinuierliche Weiterbildung überlebenswichtig. Zu wenig Weiterbildung führt mittelfristig zu Kompetenzverlusten, zu viel kann die operative Kapazität belasten. Die Kennzahl sollte zusammen mit der Weiterbildungseffektivität betrachtet werden.

Praxisbeispiel

Ein BI-Beratungshaus investiert jährlich 40 Stunden pro Mitarbeiter in Weiterbildung (5 Tage). Top-Performer erhalten zusätzlich 20 Stunden für Spezialisierungen in Cloud-BI und KI.

Benchmarks

IT-Branche: 30–50 Stunden/Jahr. Unter 20 Stunden gilt als zu wenig. Top-Unternehmen: 60–80 Stunden. Zertifizierungsintensive Bereiche: bis 100 Stunden.

Weiterführende Artikel


Weiterlesen: Fluktuation qualifizierter Mitarbeiter · Beschäftigtengruppen · Data Warehouse

Nach oben scrollen