Krankenquote

Die Krankenquote oder Krankheitsquote wird berechnet aus der Zahl der Krankentage im Verhältnis zu den Soll-Arbeitstagen pro Monat oder pro Jahr. Diese Kennzahl ist wichtig für die Kapazitätsplanung im Unternehmen. Sie wird meist für einzelne Gruppen oder Abteilungen ermittelt, damit die Führungskräfte wissen, welchen Kapazitätspuffer und welchen Personalbestand sie brauchen, um die krankheitsbedingten Ausfälle zu kompensieren. Manche Unternehmen nutzen die Krankenquote zudem als Indikator für die Mitarbeiterzufriedenheit oder für die Arbeitsbelastung und Beanspruchung. Dazu werden Abteilungen oder Unternehmen miteinander verglichen. Eine vergleichsweise hohe Krankenquote wird so gedeutet, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Bereich sehr unzufrieden oder überlastet sind.
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Berechnung

Formel: Krankheitstage ÷ Soll-Arbeitstage × 100

Einheit: Prozent

Interpretation & Bewertung

Die Krankenquote misst den Anteil der krankheitsbedingten Fehlzeiten an den geplanten Arbeitstagen. Hohe Werte können auf Arbeitsbelastung, schlechtes Betriebsklima, mangelnden Arbeitsschutz oder demografische Faktoren hindeuten. Neben den direkten Kosten (Entgeltfortzahlung) entstehen erhebliche indirekte Kosten durch Produktivitätsverluste und Vertretungsaufwand.

Praxisbeispiel

Ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern und 250 Soll-Arbeitstagen verzeichnet 1.250 Krankheitstage. Krankenquote: 5 %. Bei durchschnittlichen Kosten von 400 € pro Fehltag entstehen jährlich 500.000 € Ausfallkosten.

Benchmarks

Deutschland Durchschnitt 2025: ca. 5,5 %. IT-Branche: 3–4 %. Produktion/Logistik: 6–8 %. Unter 3 % gilt als sehr gut.

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