Die Überstundenquote ergibt sich aus der Anzahl der Überstunden im Verhältnis zu den vertraglich vereinbarten Normal-Arbeitsstunden. Diese Kennzahl kann für das Unternehmen insgesamt sowie für einzelne Abteilungen ausgewiesen werden. Sie ist ein Indikator für die jeweilige Auslastung. Sie steigt, wenn es Auftragsspitzen gibt und sinkt bei weniger Aufträgen. Sofern die Überstundenquote über einen längeren Zeitraum ausgeglichen ist, kann sie die Flexibilität des Unternehmens sichtbar machen. Ist die Überstundenquote dauerhaft hoch, zeigt diese Kennzahl aber auch, dass insgesamt eine hohe Arbeitsbelastung herrscht. Dann sollten die Führungskräfte herausfinden, was die Ursachen dafür sind.nn
Berechnung
Formel: Überstunden ÷ Soll-Arbeitszeit × 100
Einheit: Prozent
Interpretation & Bewertung
Die Überstundenquote zeigt, wie stark die tatsächliche Arbeitszeit die Soll-Arbeitszeit übersteigt. Dauerhaft hohe Überstunden deuten auf Unterbesetzung, ineffiziente Prozesse oder unrealistische Planung hin. Sie sind ein Frühindikator für Mitarbeiterüberlastung und können langfristig zu höherer Fluktuation und Krankenquote führen.
Praxisbeispiel
Ein Team von 10 Beratern leistet monatlich 320 Überstunden bei 1.600 Soll-Stunden. Überstundenquote: 20 %. Das signalisiert, dass mindestens 2 zusätzliche Vollzeitstellen benötigt werden.
Benchmarks
Unter 5 % gilt als normal. 5–10 % erfordert Beobachtung. Über 10 % dauerhaft ist ein Warnsignal für Unterbesetzung oder Prozessprobleme.
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