Personalbeschaffungskosten

Eine Kennzahl für die Personalbeschaffung sind die Personalbeschaffungskosten je Neueinstellung. Dazu wird die Summe aller Personalbeschaffungskosten eines Jahres dividiert durch die Anzahl der Neueinstellungen. Berücksichtigt wird bei der Anzahl der Neueinstellungen nur, wer über die Probezeit hinaus bleibt. Zunächst muss festgelegt werden, welche Kosten zu den Personalbeschaffungskosten zählen. Möglich sind Kosten für Stellenanzeigen, für Bewerbungsgespräche, für das Einlernen während der Probezeit und weitere prozessbedingte Kosten. Die Personalbeschaffungskosten sind ein Indikator für die Effizienz des Personalauswahlprozesses. Sie können aber auch ein Indikator für die Attraktivität des Unternehmens sein. Denn hohe Personalbeschaffungskosten ergeben sich, wenn aussichtsreiche Kandidaten für eine freie Stelle kurzfristig wieder abspringen – und der Prozess von vorne beginnen muss.

  • qualifizierte Bewerber pro Stelle
  • Vorstellungsquote
  • Anzahl der offenen Stellen
  • Dauer bis zur Neubesetzung einer Stelle
nn

Berechnung

Formel: Gesamtkosten Recruiting (intern + extern) ÷ Anzahl Neueinstellungen

Einheit: Euro pro Einstellung

Interpretation & Bewertung

Die Personalbeschaffungskosten (Cost per Hire) umfassen alle Ausgaben für die Besetzung einer Stelle: Stellenanzeigen, Recruiter-Honorare, Assessment-Center, interne Personalaufwände, Onboarding. In Zeiten des Fachkräftemangels steigen diese Kosten kontinuierlich. Die Kennzahl hilft bei der Budgetplanung und der Bewertung verschiedener Recruiting-Kanäle.

Praxisbeispiel

Ein IT-Unternehmen stellt 15 neue Mitarbeiter ein. Gesamtkosten: 90.000 € (Headhunter: 60.000 €, Stellenanzeigen: 15.000 €, interne Kosten: 15.000 €). Cost per Hire: 6.000 €.

Benchmarks

IT-Fachkräfte Deutschland: 5.000–15.000 € pro Einstellung. Führungskräfte: 15.000–30.000 €. Via Headhunter: 20–30 % des Jahresgehalts.

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