Deckungsbeitrags-Umsatzverhältnis

Produkt-Deckungsbeitrag × 100 : Produkt-Nettoumsatz
Das Deckungsbeitrags-Umsatzverhältnis (welches auch als relativer Deckungsbeitrag bezeichnet wird) zeigt, wie hoch der aus einem Euro Nettoumsatz verbleibende Deckungsbeitrag eines Produkts ist. Für das Vertriebscontrolling ist diese Kennzahl besonders wichtig, weil sie Auskunft über die Ertragskraft eines Produkts gibt und für die optimale Zusammensetzung des Vertriebsprogramms genutzt werden kann. Im Rahmen des Vertriebscontrolling sollten Sie sicherstellen, dass dem Absatz der Produkte mit hohem DBU Vorrang eingeräumt wird. Je höher der Umsatz des ertragsstärksten Produkts ist, desto höher wird Ihr Betriebsergebnis ausfallen. Über den Zeitvergleich sollten Sie Veränderungen bei den jeweiligen Produkten überwachen. Sofern Sie Planwerte ermittelt haben, zeigt Ihnen der Soll-Ist-Vergleich, ob die Produkte die kalkulierten Deckungsbeiträge erwirtschaftet haben oder aber höhere variable Kosten oder nicht realisierte Verkaufspreise zu einem geringeren DBU geführt haben.nn

Berechnung

Formel: Deckungsbeitrag × 100 ÷ Umsatz

Einheit: Prozent

Interpretation & Bewertung

Das Deckungsbeitrags-Umsatzverhältnis zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der variablen Kosten für Fixkostendeckung und Gewinn verbleibt. Eine hohe Quote bedeutet größere Preissetzungsmacht und Skaleneffekte. Im Zeitverlauf fallende Werte können auf Preisdruck, steigende Materialkosten oder ein ungünstig werdendes Produktmix hindeuten.

Praxisbeispiel

Ein Consulting-Unternehmen mit 1 Mio. € Umsatz und 600.000 € Deckungsbeitrag hat ein DB-Umsatz-Verhältnis von 60 %. Bei steigenden Freelancer-Kosten fällt es auf 52 % — ein Signal für Preisanpassungen.

Benchmarks

IT-Beratung: 50–65 %. SaaS-Unternehmen: 70–85 %. Handel: 25–40 %.

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