Definition
Die Kosten pro Bewerbung sind die Gesamtsumme der erstellten Werbeaufwendungen (Cost-of-Hire) geteilt durch die eingehenden Bewerbungen der ausgeschriebenen Stelle. Um Bewerbungen für das eigenen Unternehmen zu generieren sind verschiedene Faktoren von Bedeutung, z.B.- Aufwendungen für die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Karriereseite
- Kosten für Anzeigenschaltungen
- Aufwand für Active Sourcing
Berechnung
Formel: Gesamtkosten Recruiting-Kanal ÷ Anzahl eingegangener Bewerbungen über diesen Kanal
Einheit: Euro pro Bewerbung
Interpretation & Bewertung
Die Kosten pro Bewerbung (Cost per Application) messen die Effizienz einzelner Recruiting-Kanäle. Im Gegensatz zu den Personalbeschaffungskosten (Cost per Hire), die erst bei Einstellung greifen, bewerten die CPA die Top-of-Funnel-Effizienz. Niedrige CPA bei gleichzeitig hoher Bewerberqualität kennzeichnen effiziente Kanäle. Hohe CPA bei niedriger Konversionsrate signalisieren Fehlallokation des Recruiting-Budgets. Die Kennzahl hilft bei der optimalen Budget-Verteilung zwischen Stellenanzeigen, Social-Media-Recruiting, Headhuntern und Mitarbeiterempfehlungsprogrammen.
Praxisbeispiel
Ein IT-Unternehmen schaltet eine Senior-Developer-Stelle auf drei Kanälen: LinkedIn Ads (2.000 € Budget, 25 Bewerbungen = 80 €/Bewerbung), Stepstone (1.500 €, 40 Bewerbungen = 37,50 €), Mitarbeiterempfehlung (500 € Prämie, 5 Bewerbungen = 100 €). Obwohl die Empfehlung teurer pro Bewerbung ist, liegt die Einstellungsquote dort bei 40 % gegenüber 5 % bei Stepstone — die tatsächlichen Cost per Hire sind via Empfehlung deutlich niedriger.
Benchmarks
IT-Fachkräfte: 30–100 € pro Bewerbung. Über Jobbörsen: 20–50 €. Über Social Media: 50–150 €. Über Headhunter: nicht sinnvoll als CPA messbar (pauschalbasiert).
Weiterführende Artikel
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