Umsatzanteil nach Regionen (in Prozent)/Exportumsatzanteil

Umsatz/Region × 100 : Gesamtumsatz Exportumsatz × 100 : Gesamtumsatz
Diese Kennzahlen zeigen den Anteil eines bestimmten Marktes am Gesamtumsatz und erlauben die Überwachung der Absatzgebiete. Sie liefert wichtige Informationen für das Vertriebscontrolling, indem sie schwache Märkte identifiziert und Anlass für einen verbesserten Einsatz von Marketingmaßnahmen in den betroffenen Märkten gibt. Ein gestiegener Umsatzanteil einer Region oder ein Anstieg der Exportquote muss nicht immer mit einer absoluten Umsatzerhöhung einhergehen. Ein erhöhter Umsatzanteil einer Region kann auf rückläufige Umsätze anderer Regionen zurückzuführen sein, weswegen Sie immer auch die absolute Umsatzentwicklung betrachten müssen. Im Rahmen des Vertriebscontrolling empfiehlt sich der Zeitvergleich mit den Daten vergangener Perioden sowie der Soll-Ist-Vergleich, sofern Sie Planwerte für diese Kennzahl ermittelt haben. Der Umsatzanteil einer Region/die Exportquote ist gestiegen. Das kann liegen an:
  • Einführung eines neuen Produkts/erstmalige Erschließung eines Markts
  • Einsatz neuer Vertreter
  • Umsatzerhöhung infolge Wechselkursschwankungen
  • Preiserhöhungen der Konkurrenz
  • Gezielte Werbemaßnahmen auf dem Markt
  • Überdurchschnittlicher Rückgang des Gesamtumsatzes gegenüber dem Umsatz einer Region
Eine Senkung kann an den genau gegenteiligen Gründen liegen. Bei der Analyse dieser Kennzahl sollten Sie folgende Kennzahlen hinzuziehen:
  • Absoluter und relativer Marktanteil
  • Exportquote
  • Produkt-Umsatzanteil
  • Außendienst-Neukundenanteil
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Berechnung

Formel: Umsatz Region × 100 ÷ Gesamtumsatz

Einheit: Prozent

Interpretation & Bewertung

Die regionale Umsatzverteilung zeigt die geografische Diversifikation und Abhängigkeit von einzelnen Märkten. Eine breite regionale Streuung reduziert Konjunktur- und Regulierungsrisiken. Für deutsche Mittelständler ist der Exportanteil ein Indikator für internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Praxisbeispiel

Ein BI-Toolanbieter: DACH 60 %, Westeuropa 25 %, Nordamerika 10 %, Rest 5 %. Der DACH-Schwerpunkt ist typisch für deutsche Mittelständler, birgt aber Wachstumslimitierungen.

Benchmarks

Deutsche Mittelständler Exportquote: 30–50 %. DAX-Konzerne: 60–80 %. Rein nationale Dienstleister: unter 10 %.

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